Leitfaden
Lordaerons 14. Infanteriebataillon
Die Königsblaue Garde
Des Gardisten Leitfaden
Gleich wie
des Klerus‘ geheiligte Schriften des Lichtes oder des Schattens, welche die
Wege des Gläubigen leiten und weisen, so habe auch der treue Soldat der Fürstin
seinen eigenen Buchband zur Hand, welcher ihn anleite und ermahne, den rechten
Weg nicht zu verlassen, sondern stets in Einklang mit den Prinzipien der
Verlassenen und zum Ruhm und Wohle Lordaerons zu handeln. Dieses Buch sei
gleichermaßen Einweisung für die eifrigen Rekruten wie Erinnerung für die
tapferen Veteranen unter den Gardisten. Die ersten lesen es voll Wissbegier,
die anderen tragen es jederzeit voll Stolz als Zeichen ihrer niemals
schwindenden Entschlossenheit und Überzeugung.
Dies Buch enthält nicht nur das Regelwerk und alle Gesetze der Königsblauen Garde und des Militärs Ihrer Majestät der Dunklen Fürstin Sylvanas Windläufer, sondern sei ebenso Einweisung in die Geschichte, den Geist und die Bräuche des vierzehnten Infanteriebataillons unter dem Banner Lordaerons.
I
Die Gesetze der Soldaten der Verlassenen
Geduld und Disziplin sind die größten Tugenden eines Soldaten der Verlassenen. Eben diese Eigenschaften beweise er, indem er die Regeln seiner
Heerführer und seiner Königin achte und jederzeit bedingungslos einhalte. Die
Königsblaue Garde duldet keine Entschuldigungen. Jeder, der die Ehrung annimmt, den gold-blauen Rock der Garde über
seine Rüstung tragen zu dürfen, verpflichtet sich zugleich bei seiner Ehre und
seinem zweiten Leben, die Gesetze des Militärs, verfasst von Ihrer Majestät
selbst, zu achten. Jeder Verstoß und jede Verfehlung werden als das Verbrechen
verachtet, dass sie sind. Hierzu seien keine Ausnahmen zu erwarten, denn nur
die Schwachen vergeben. Ein undisziplinierter Soldat bringt nicht nur Schande
über sich und seine Kameraden, sondern auch über das Militär Lordaerons als
solches und hat Strafe nach voller Härte des Gesetzes zu erwarten. Jedwede
Ausflucht und jeder Versuch der Rechtfertigung eines Verbrechens wird einem
Gardisten nur zusätzlich zur Last gelegt.
I.I
Allgemeines Regelwerk:
1. Gehorsam:
1 Ein ungehorsamer Soldat ist schädlicher als jedes Schwert und jede Armbrust, welche gegen uns gerichtet werden könnten.
Ein Soldat der Fürstin hat stets die Regeln und Anordnungen seiner
Offiziere zu befolgen. Nur ein diszipliniertes Heer ist ein schlagkräftiges
Heer und nur ein solches kann die Interessen und das Bestehen unseres Volkes
gewährleisten.
2 Ein
Soldat der Fürstin stellt die Ausführung seiner Befehle jederzeit über die
eigene Sicherheit, die eigene Unversehrtheit und den eigenen Untod. Die
Verlassenen sind nicht bekannt für Feigheit!
2. Manier:
1 Jeder
Soldat begrüßt seine Vorgesetzten gebührend respektvoll mit dem Salut der
Verlassenen und wartet, dass dieser erwidert werde. So mehrere Vorgesetzte oder
Kameraden zugegen seien, sei ein einziger Salut ausreichend.
2 Ein
Soldat der Fürstin spricht seine Vorgesetzten immer mit Dienstgrad und Namen an.
3 Ein
Soldat der Fürstin schweigt, bis ihm das Wort erteilt wird. Sollte er ein
Anliegen haben, so verweise er darauf, zeige in angemessener Weise
Zurückhaltung und ergreife erst das Wort, so sein Vorgesetzter dies gestatte.
4 Ein
Soldat der Fürstin hat von seinem Vorgesetzten Erlaubnis zu erbitten, so er
sich zu entfernen gedenkt. So ihm die Erlaubnis erteilt wird, grüße er mit dem
Salut der Verlassenen und wende sich erst ab, so dieser erwidert wird.
3. Rüstzeug:
1 Jeder
Soldat der Fürstin hat die ihm ausgehändigte Ausrüstung zu jeder Zeit
einsatzbereit zu halten. Der Soldat erledige diese Aufgabe selbstständig und
ohne weitere Aufforderungen.
2 Der
Soldat sei anhand seiner Rüstung stets als solcher erkenntlich. Er verberge
weder sein Wappen noch seine Rangabzeichen.
3 Ein
Soldat der Fürstin sorge selbstständig für ausreichende Ausstattung mit allen
zum Einsatz notwendigen Gütern. Er trägt stets einen Vorrat an Pfeilen, Bolzen,
Pulver und Patronen, der zum Kampfe ausreichend ist. Selbiges gelte für
Verbandsmaterial.
4. Allgemeine Disziplin:
1 Ein
Soldat der Fürstin erfüllt seinen Dienst, solange sein Kadaver dazu in der Lage
ist. Jeder Verstoß wird als Desertation mit der Todesstrafe geahndet.
2 Der
Genuss von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln im Dienst ist untersagt
und unterliegt höchsten Strafen.
3 Ein
Soldat der Fürstin ist seinen Vorgesetzten Rechenschaft über seine Handlungen
schuldig. Dies beinhaltet unter Anderem, dass der Soldat sich zum Dienst an-
und abmelde.
4 Ein
Soldat der Fürstin verpflichtet sich, diese Regeln stets zu achten und niemals
durch sein Handeln oder Nichthandeln dem Ruf unseres Militärs Schaden
zuzufügen.
I.II
Erläuterungen zu militärischen Rängen und Titeln der Verlassenen:
Erläuterungen zu militärischen Rängen und Titeln der Verlassenen:
Hochexekutor/Exekutor:
Die Exekutoren sind die Verkörperung des Willen Ihrer Majestät der
Dunklen Fürstin. Sie sind das ausführende Organ Ihres Hasses und der Vergeltung
des Volkes der Verlassenen. Ihnen gebührt das Kommando über die Wachabteilungen
von Städten und über die Heeres- und Flottenverbände der Verlassenen. Sie
erhalten ihre Befehle von der Fürstin selbst oder ihren Beratern und übernehmen
die vertrauensvollsten Aufgaben. Ihre Befehlsgewalt in ihren jeweiligen, ihnen
von der Dunklen Fürstin zugewiesenen, Einflussbereichen ist bedingungslos und absolut.
Exekutoren und Hochexekutoren unterscheiden sich dabei in der Wichtigkeit und Größe ihrer Aufgaben wie natürlich auch ihrer Verdienste.
Exekutoren und Hochexekutoren unterscheiden sich dabei in der Wichtigkeit und Größe ihrer Aufgaben wie natürlich auch ihrer Verdienste.
Sucher:
Sucher wird als Ehrentitel denjenigen zuteil, welche sich durch
besondere Fähigkeiten und Treue in der Verteidigung unserer Hauptstadt
hervorgetan haben. Ihre Aufgabe besteht besonders in der Entdeckung und
Auslöschung von Spionen, Infiltratoren aber auch aller anderer Eindringlinge,
welche die Sicherheit der Bürger innerhalb der Mauern Lordaerons gefährden. Nur
die Wenigsten sind dieses Titels würdig und „Sucher“ genannt zu werden ist
daher eine der höchsten Ehrungen.
Schreckenswache:
Die königlichen Schreckenswachen bilden das persönliche Wachbataillon
Ihrer Majestät der Dunklen Fürstin und setzen sich aus der absoluten Elite der
Todeswache zusammen. Nur eine erlesene Handvoll Soldaten ist in der Lage, den
außerordentlichen Ansprüchen dieser Aufgabe gerecht zu werden. Bevor eine Wache
ihrer Aufgabe nachgehen darf, muss sie zunächst das Urteil Ihrer Majestät selbst
überstehen und nur, wen Sie selbst für würdig erachtet, wird sich je der Ehre
rühmen dürfen, die Rüstung der Schreckenswachen tragen zu dürfen.
II
Lordaerons
14. Infanterie
Im Laufe der langen Geschichte unseres Bataillons haben sich innerhalb
unserer Reihen eine Vielzahl von Bräuchen und Riten etabliert, die die
Königsblaue Garde von anderen Regimentern unseres Reiches abheben. Seltener
entstanden derlei Änderungen aus der Not, oft jedoch aber zur Ehrung besonderer
Heldentaten oder als Ausdruck der besonderen Hingabe einzelner Gardisten,
welche sich im Laufe der Zeit im gesamten Bataillon verbreiteten.
Die Erhaltung und Weitergabe der dieser Bräuche ist nicht nur Beweis
der Zugehörigkeit eines Soldaten zu unserer gelobten Königsblauen Garde sondern
auch die hohe Pflicht eines jeden, der unter dem Königsblauen Banner dient. Die
Garde ist ein ehrenvolles Bataillon, welches mit gerechtem Stolz sein Banner
aufstellen und seinen Schlachtruf verlauten lassen kann und jeder Diener der
Fürstin und unseres leidgeprüften aber ungebrochenen Volkes soll auf ewig nicht
nur seine verdiente Rache in unserem Handeln finden können, sondern auch seinen
Trost in unserem Stolz. Die Königsblaue Garde war den Soldaten Lordaerons seit
ihrer Gründung gleichermaßen Kamerad und Waffenbruder, wie auch Inspiration und
Ermahnung. Unsere Entschlossenheit soll die unserer Kameraden entfachen. Unser
Stolz soll das Selbstbewusstsein jedes Verlassenen wecken.
Wir sind die unnachgiebigen Diener Lordaerons auf dem Felde der Ehre.
Unser Erscheinen soll dem Feind jede Hoffnung auf den Sieg, die Flucht und jede
Gnade nehmen. Wenn wir unser Banner errichten, wenn unser Schlachtruf über das
Feld schallt, soll jeder ringsum – Freund wie Feind – wissen, dass die
treuesten und tapfersten Diener der Dunklen Fürstin in die Schlacht ziehen.
Unser Auftreten wird alle daran erinnern, dass die Verlassenen nicht nachgeben,
nicht kapitulieren und niemals vergeben. Sie sollen erkennen, die Königsblaue
Garde ist hier und sie wird Lordaeron den Sieg bringen, was immer es auch
koste!
II.I
Riten und Bräuche Königsblauen Garde
Die Bräuche, die sich in Generationen des
Dienstes unter dem Königsblauen Banner entwickelten sind ein Zeugnis unserer
Hingabe und unseres Willens. Hier seien einige davon aufgezeichnet, den
Rekruten als Einweisung in die Gepflogenheiten ihrer Kameraden und den
Veteranen als Erinnerung an ihren Stolz und die Identität unseres Bataillons.
Der Schlachtruf der Garde:
Wo immer die Garde in die Schlacht zieht, erklingt derselbe,
jahrzehntealte Schlachtruf. Er ruft den Soldaten Lordaerons in den Sinn, dass
die Garde ihnen zur Seite steht und lieber bis zum letzten Soldaten ausgelöscht
wird, als die Streiter unseres Reiches im Stich zu lassen. Selbst die Feinde
Lordaerons, welche unserer Sprache nicht mächtig sind, fürchten sich beim Klang
der Worte, die über das Schlachtfeld schallen, bevor die Garde gerechte
Vernichtung über sie bringt.
Die Banner und blau-goldenen Wappenröcke unseres Bataillons, welche
die Farben der Flagge unseres Reiches wiedergeben waren schon immer ein
Ausdruck unserer besonderen Liebe zu unserer Heimat und unseres unbeugsamen
Willens. So auch soll unser Sieg dem Königsblauen Banner gewidmet sein, welches
nicht nur das Banner unserer Garde bezeichnet, sondern unsere Erfolge auch dem
Reiche Lordaeron selbst übergibt.
Wenn die Garde den Kampf mit dem Feind aufnimmt, erhebt der
befehlshabende Offizier die Stimme und lässt den Satz verlauten:
„Unter dem Königsblauen Banner richten wir unsere Feinde!“
Traditionell stimmen alle Gardisten in die zweite Hälfte des Satzes
ein, um ihre Absicht zu betonen, weder Gnade noch Unsicherheit zu zeigen.
Sprecht diese Worte stets mit Überzeugung und Inbrunst und die Feinde
Lordaerons werden erzittern, wenn sie ihren Untergang erkennen.
Ausrüstung:
Obwohl es bei einigen Streitkräften der Horde und selbst der
Verlassenen üblich ist, dass die Ausrüstung eines Soldaten seine Errungenschaften
wiedergeben, so ist dieser Brauch in der Garde jedoch weder begrüßt noch
geduldet. Ein Soldat der Garde trägt im Dienst die Uniformrüstung seines
Bataillons. Er reitet das Skelettross, welches ihm von der Armee zur Verfügung
gestellt wird und zeigt stets den Wappenrock der Königsblauen Garde. Die
Gardisten sind mehr als nur eine Einheit im Geiste, sie tragen auch ihre
Uniformen mit Stolz als Zeichen ihrer Zugehörigkeit, auf dass die Herzen
unserer Feinde sich mit Furcht füllen, so sie die blaugerüsteten Soldaten
Lordaerons erblicken.
Lediglich die herausragenden Leistungen eines Ritters erlauben das
Privileg, seiner Rüstung persönliche Embleme und Symbole der Entschlossenheit
zuzufügen.
Damit die Garde im bewaffneten Konflikt noch größere Zerstörung
verbreiten kann, sei den Gardisten jedoch gestattet, die Waffen ihrer Wahl zu
tragen, um dem Feind mit größter Effizienz zu begegnen.
Die Werte der Königsblauen Garde
Es sollte selbstverständlich sein, dass die grundsätzlichen
militärischen Tugenden in unserem Bataillon hohe Achtung finden. Besonderes
Gewicht falle jedoch auf die einige Tugenden, deren strikte Einhaltung den
Unterschied ausmache zwischen einem einfachen Kämpfer und einem wahren
Gardisten Lordaerons:
Eifer: Nur derjenige kann die Verlassenen
beschützen, der ohne Unterlass ihre Feinde bekämpft. Niemals wird ein Gardist
die Waffen niederlegen.
Disziplin: Die Effizienz einer Militäreinheit
hängt davon ab, wie schnell auf Befehle reagiert wird, wie genau sie eingehalten
werden. Ebenso ist der zum Scheitern verurteilt, welcher seiner Furcht
nachgibt.
Gnadenlosigkeit:
Niemals soll ein Gardist den Feinden Lordaerons gegenüber Erbarmen
kennen. Nur wer seine Feinde ohne Erbarmen vernichtet ist in der Lage, dem Volk
dauerhaften Schutz zu gewährleisten.
Stolz:
Die Königsblaue Garde ist ein Bataillon mit Ruf und Tradition. Nur wer
mit Stolz in die Schlacht zieht wird der Würde der Verlassenen gerecht.
Loyalität: Nichts darf über dem Wohl des
Volkes stehen, damit ein Soldat seine Pflicht gerecht erfüllen kann. Die
Vergangenheit hat gezeigt, dass der Eigennutz einzelner ganze Völker an den
Abgrund geführt hat.
Wer in diesem Sinne dient wird seinem Volk und seinem Reich stets mit
aller Kraft beistehen können. Indem wir diese Werte achten, erklären wir unsere
Treue und dienen den Verlassenen in Stolz und Würde.
II.II
Organisation
und Hierarchie
Während die Königsblaue Garde über Dekaden Lordaeron gegen seine Feinde
verteidigte, haben sich einige Änderungen zu den gewöhnlichen hierarchischen
Ordnungen der Truppen unseres geliebten Reiches ergeben, welche ihre Ursachen
in den besonderen Anforderungen außergewöhnlich schwerer Aufgaben fanden und
keineswegs mit Respektlosigkeit gegenüber dem Königshaus gleichzusetzen sind.
Die Königsblaue Garde zählt sich seit jeher zu den ehrfürchtigsten und
diszipliniertesten Dienern Lordaerons und niemals würde ein Gardist mangelnde
Achtung gegenüber den Gesetzen seiner Heimat zeigen.
Im Laufe der Einsätze unseres Bataillons haben sich jedoch besondere
Maßnahmen so gut bewährt, dass sie – nach der Gutheißung durch Herrscher und
Heerführer – fest in die Organisiation der Garde eingegangen sind. Zu diesen
zählen unter anderem die Einführung des hohen Ehrentitels des „Ritters der
Königsblauen Garde“ durch Kommandant Ludwig Arios und die Ernennung der
Bataillonskommissare während des ersten Orckrieges durch den ehrwürdigen
Kommandanten Sir Fordas Tharadeyn.
Mit der besonderen Zustimmung und Gutheißung
Ihrer Majestät der Dunklen Fürstin ordnen sich die Truppen der Königsblauen
Garde wie folgt:
Kommandant:
Der höchste Rang in der Königsblauen Garde ist der des Kommandanten. Ihm obliegt die absolute Befehlsgewalt über alle Soldaten der
Königsblauen Garde und die endgültige Entscheidung über alle Feldeinsätze. Der
Kommandant soll die untote Verkörperung aller Werte der Garde sein, ein Vorbild
und Wegweiser für seine Untergebenen. Aus offensichtlichen Gründen ist dieses
Amt mir höchster Verantwortung belegt, deshalb erfordert es mindestens den Rang
eines Exekutors. Der Kommandant ist die Spitze der Befehlskette und über seinen
Weisungen stehen nur die Gesetze der Fürstin.
Ritter:
Die Ritter unserer stolzen Garde sind ein Beispiel für
Tapferkeit, Kampfkraft, Entschlossenheit und Disziplin und verkörpern das Ideal
des Soldaten. Nur die Wenigsten werden je den Anforderungen dieser Stellung
genügen, dementsprechend ist dieser Titel mit höchster Ehre verbunden. Die
Ritter der Garde stehen in der Befehlskette noch über den Kommissaren und Leutnants.
Sie haben das außerordentliche Privileg, die Truppen der Garde an vorderster
Front zu führen und zu leiten und ihr Vorbild soll ein Ansporn für alle sein,
die ihnen folgen.
Kommissare:
Kommissare zeichnen sich durch einen besonders
herausragenden Sinn für Disziplin, Moral und Eifer aus. Kein Kommissar soll je
die Worte „Zweifel“ oder „Zögern“ kennen. In der Schlacht wie in Zeiten des
Friedens ist es die Aufgabe einen Kommissars, seine Kameraden stets an ihre
Pflichten und ihren Eid zu erinnern. Sie sind stets ein leuchtendes Beispiel
des Eifers der Königsblauen Garde und die moralische Stütze ihrer Truppe. In
der Kommandostruktur des 14. Infanteriebataillons stehen die Kommissare auf
einer Stufe mit den Leutnants, sind jedoch dazu ermahnt und autorisiert, deren
Befehle zu widerrufen, so diese den Grundlagen und Richtlinien der Königsblauen
Garde widersprechen sollten. Ein Kommissar ist dazu berechtigt,
Disziplinarvergehen umgehend nach eigenem Ermessen zu strafen und sein Urteil
überwiegt in diesem Falle das eines Leutnants.
Leutnants:
Leutnants sind diejenigen Soldaten, die sich durch
besondere Tapferkeit auszeichnen und taktisches Verständnis und
Entscheidungsfähigkeit bewiesen haben. Ein Leutnant verbreitet und interpretiert
im Gefecht die Befehle seiner Vorgesetzten und hat die Befehlsgewalt über
einzelne Kampfgruppen. Leutnants werden in der Regel einer Gruppe von Gefreiten
zugeteilt, die sie in der Schlacht und in den alltäglichen Übungen anleiten.
Außerdem übernehmen sie die Ausbildung von Rekruten und werfen ein prüfendes
Auge darauf, wer das Zeug zu einem vollwertigen Gardisten hat.
Gefreite:
Dies ist der Rang des gemeinen Gardisten. Sobald ein
Rekrut bewiesen hat, dass er die Werte des Bataillons verinnerlicht hat und
wirksam vertreten kann, wird ihm die Ehre zuteil, den Eid der Königsblauen
Garde abzulegen und zu einem vollwertigen Soldaten der Garde zu werden. Wie
jeder Gardist soll auch ein Gefreiter sich stets durch Tapferkeit, Disziplin,
Stolz, Gnadenlosigkeit und Eifer auszeichnen.
Rekruten:
Neuzugänge in die Garde erhalten zunächst den Rang des
Rekruten, so sie nicht schon zu Lebzeiten in der Königsblauen Garde gedient
haben. Rekruten zählen sehr wohl als Mitglieder des Bataillons, sind aber weder
vereidigt noch als vollwertige Soldaten anzusehen. In der Stellung eines
Rekruten ist es an jedem Soldaten, seine Entschlossenheit und seine Überzeugung
zu beweisen. Kampfkraft ist gegenüber Disziplin und Eifer das schwächere
Auswahlkriterium. Sobald ein Soldat bewiesen hat, dass er die Werte der Garde
konsequent vertreten will und kann, wird er zum Gefreiten erhoben.
II.III
Die Ursprünge der Sondertitel der Königsblauen Garde:
Der ehrwürdige Ritter der Königsblauen Garde
Die Ernennung zum Ritter der Königsblauen Garde ist die größte Ehrung,
welche ein Gardist zu erhalten vermag und ihr Rang ist tief verwurzelt in den
Bräuchen der Königsblauen Garde.
Seit jeher folgte die Garde der Tradition, besonders fähige Offiziere
als Champion zu küren, welche in Abwesenheit des Kommandanten Truppenteile an
vorderster Front anführten. Auch wenn diese hohe Ehre ihren blutigen Tribut
forderte, so stachen doch einige dieser Offiziere besonders hervor. Sie
bewiesen nicht nur die nötige Tapferkeit, die Spitze der Angriffe der
Königsblauen Garde zu bilden, sondern auch das besondere Geschick mit der
Waffe, diese Aufgabe immer wieder ausführen zu können. Für gewöhnlich wurde das
Wort dieses Champions über das der meisten anderen Offiziere gestellt, auch
wenn er nicht unbedingt der Befehlshaber der Truppe war. Die schiere Hingabe
und der Wagemut dieser Krieger führten aber jeher zu Akzeptanz ihrer Autorität
unter ihren Kameraden.
Während die Garde Kampagnen an Seite anderer Regimenter des
Reiches kämpfte, hatte diese beispielhafte
Entschlossenheit dieser Auserkorenen großen Einfluss auf die Moral der Truppen.
Wann immer ein Champion der Garde vortrat, erklang Jubel in den Reihen
Lordaerons. Im Laufe einiger Monate hatten sich die Champions der Garde einen
Ruf selbst unter den königlichen Rittern erkämpft, welche ebenso die Truppen
mit ihren Heldentaten inspirierten. Nachdem die Ritter des Königs nach einem
Sieg den schwer verwundeten Champion der Garde an ihre Tafel luden, hinterließ
diese Geste einen bleibenden Eindruck bei den restlichen Gardisten. Nachdem die
Kunde dieses Ereignisses den damaligen Kommandanten Ludwig Arios erreichte,
beschloss er, diesem herausragenden Soldaten
ebenfalls die Würdigung zukommen zu lassen, welche er verdiente.
Nachdem der Feldzug beendet war, ernannte der Kommandant den tugendhaften und vorbildlichen Siegfried Wulf zum ersten Ritter der Königsblauen Garde und führte diesen Titel in die Ordnung des vierzehnten Infanteriebataillons ein – als ewige Erinnerung an die Tapferkeit dieses Mannes und als Ermahnung an alle Gardisten, seinem Beispiel zu folgen.
Nachdem der Feldzug beendet war, ernannte der Kommandant den tugendhaften und vorbildlichen Siegfried Wulf zum ersten Ritter der Königsblauen Garde und führte diesen Titel in die Ordnung des vierzehnten Infanteriebataillons ein – als ewige Erinnerung an die Tapferkeit dieses Mannes und als Ermahnung an alle Gardisten, seinem Beispiel zu folgen.
Auch wenn Siegfried Wulf später den Ritterschlag durch unseren
geehrten König Terenas Menethil erhielt, so sind diese beiden Titel jedoch
keinesfalls gleichzusetzen. Der Titel des Ritters der Königsblauen Garde ist
mit keinem Privileg eines Ritters des Königs verbunden. Die Bezeichnung
entstand durch den Namen, welchen sich Siegfried Wulf unter seinen Kameraden
verdiente. Dennoch sind die Ritter der Königsblauen Garde innerhalb wie
außerhalb ihres Bataillons hochgeschätzte und gewürdigte Soldaten. Ein jeder
Soldat Lordaerons kennt ihren Titel als Auszeichnung für nur die größten
Verdienste und alle Feinde des Reiches tun besser daran, sie zu fürchten und zu
meiden, denn sie bringen Zerstörung und Tod.
Der Ehrentitel des Ritters ist nur den absolut besten Soldaten
vorbehalten. Tatsächlich begab es sich niemals, dass die Garde mehr als vier
Ritter zur gleichen Zeit in ihren Reihen führte, ungeachtet der Zahl seiner
Soldaten insgesamt und es ist bei Weitem unwahrscheinlicher, dass die Garde
zwei Ritter zählt, als gar keinen. Um der Ehre dieses Ranges und seine wahre
Bedeutung zu erhalten, werden an die Ritter die höchsten Ansprüche gestellt.
Ein guter Rekrut zeichnet sich durch seinen Eifer aus. Ein guter Gefreiter
befolgt jeden Befehl ohne zu zögern und ist bewandert im Kampfe. Ein guter
Offizier beweist Schläue und Ruhe selbst in der hitzigsten Schlacht. Ein guter
Kommissar kennt zeigt stets größte Entschlossenheit, außerordentlichen Mut und
strengste Disziplin ungeachtet jeder Widrigkeit.
Ein Ritter war zunächst ein perfekter Rekrut, dann ein perfekter
Gefreiter, ein perfekter Offizier und ein perfekter Kommissar.
Um die Anstrengungen und Leistungen der Ritter der Königsblauen Garde
unvergessen zu machen, werden die Namen jedes Ritters im großen Buch der
Königsblauen Garde archiviert, zusammen mit ihrer Geschichte, ihren
Errungenschaften und die Rüstung eines gefallenen Ritters wird aufbewahrt als
Zeugnis seines glorreichen Wirkens.
Die Kommissare der Königsblauen Garde
Die Garde sticht seit ihrer Gründung durch ihre eisern durchgesetzte
Disziplin hervor. Wo die meisten Truppen weichen, heben die Gardisten den
Schild und erwarten den Feind. In der gesamten Geschichte der Garde kam es nur
ein einziges Mal vor, dass unsere Soldaten ohne Befehl zurückwichen. Zu Beginn
des ersten Krieges gegen die Horde der Orcs hielt die Königsblaue Garde eine
Furt gegen eine Gruppe marodierender Eindringlinge. Als die Orcs angriffen,
erkannte ein Offizier einen Vorteil in dem zerklüfteten Gelände, dass die
Verteidiger umgab, und verschob seine Stellung dreißig Schritt zurück. Als die
Orcs den Trupp erreichten, wurden sie gleichermaßen mühe- und gnadenlos
niedergemacht, bevor der Offizier wieder zur alten Position vorrücken ließ.
Obwohl die spätere Befragung des Offiziers ergab, dass er sich bewusst war,
dass sein Befehl den Plan seines Kommandanten in keiner Weise gefährdete und
ebenso wusste, dass er damit keine seiner Kameraden dem Angriff der Orcs
preisgab, so widersprach seine Entscheidung doch der Anordnung von Kommandant
Sir Fordas Tharadeyn, um keinen Preis vor dem Feind zurückzuweichen. Kommandant
Tharadeyn ließ den Offizier augenblicklich hinrichten, auch wenn er später mit
allen Ehren bestattet wurde. Um sicherzustellen, dass nie wieder ein Befehl
missachtet oder missverstanden würde, ernannte er die treuesten und
kompromisslosesten seiner Offiziere zu Kommissaren. Sie wurden angewiesen, die
Entscheidungen der anderen Offiziere zu überwachen und sicherzustellen, dass in
jeder Situation Disziplin im Bataillon herrsche. Um die Soldaten stets zu
erinnern, dem Feind niemals den Rücken zuzuwenden, trägt jeder Kommissar eine
der zielsichersten Flinten des Bataillons, um Verstöße gegen die Regeln der
Garde augenblicklich zu ahnden.
Auch abseits des Schlachtfeldes jedoch sollen die Kommissare ihre
Kameraden ermahnen, an die Richtlinien unseres stolzen Bataillons. Für einen
Kommissar gibt es keine Diskussion, kein Zweifeln, kein Erbarmen. Sie sind die
Verkörperung unser aller Entschlossenheit und Disziplin.
Erinnert Euch stets daran, wer Ihr seid und wem Ihr dienen dürft und nichts
wird Euren Willen erschüttern. Mit dem gerechten Zorn der Verlassenen werdet
Ihr die Vergeltung Eures Volkes verkörpern und den Ruhm Eures Reiches.
Unter dem Königsblauen Banner werdet Ihr für Lordaeron siegen.
Alle Macht den Verlassenen!
Sieg für Sylvanas!
Unter dem Königsblauen Banner werdet Ihr für Lordaeron siegen.
Alle Macht den Verlassenen!
Sieg für Sylvanas!



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