Die Schmach von Splitterholz

(Stets) achtsam standen die Gardisten
an der rechten Verteidigungslinie.
Ein dumpfer Knall weckte Relysos auf. Der untote, mit Narben übersäte, General schaute Kommandant Stundenruf an. Eine halbe Stunde ging nun schon die "Auswertung", die eher einem Verhör glich.

Warum er einen Frontalangriff bei offensichtlicher Unterzahl befohl? Was dem Kommandanten einfiel, als er einen Zwerg für einen Moment am Leben ließ? Warum er diesen Zwerg aufspießen wollte und bei dieser Aktion das Unleben wichtiger Soldaten, inklusive Offiziere, in Gefahr brachte. Wie konnte der Kommandant der Orcs sich in solch gefährliche Lagen bringen und dann schwer verletzt werden? Und warum zur Hölle hatte der Kommandant nicht für ein aktuelles Lagebild durch Späher gesorgt, das eine so desaströse Niederlage hätte verhindern können? Wie könne er sich anmaßen bei dieser Inkompetenz von Mittelvergabe zu sprechen?




Ein Späher der Trolle berichtet wie sich die Allianz mal wieder am Wachturm sammelte.

Relysos hatte darauf keine wirklichen Antworten. Hätte er welche gehabt, der General hätte sie auch nicht hören wollen. Der miesepetrige Untote wartete keine Antwort ab und ordnete die sofortige Verlegung zurück nach Lohenscheit an. Dort sollten intensive Fortbildungsmaßnahmen stattfinden, besonders für die Führungskräfte...

Taktisches Geplänkel. Einen direkten Angriff wagte die Allianz nicht. Feiglinge!


Rückblick:

Lordaerons vierzehntes Infanteriebataillon verlegte gemeinsam mit dem Donneraxt Clan und dem Stamm der Rotskalpe ins Eschental um einem kleinen Orc-Clan zu helfen, der gegen einige Nachtelfen nicht zurecht kam. Agram'kosh, ein bis dato für die Garde unbekannter Orc, schien das Kommando im Eschental zu haben. 

Das war kein direkter Angriff, sondern ein flankierender Angriff, der aus Plänkelei entstand!

Nach Ankunft der Garde, verbrachten die Soldaten zunächst die Nacht in der Festung des sogenannten Schlachtenhymnenklans. Danach durften die Verlassenen auf Befehl des Orcs am Schutzwall von Mor'shan verweilen. Keine ernsthaften Angriffe wurden erwartet. Keine ernsthaften Angriffe kamen. 

Stattdessen erreichte ein Späher der Rotskalpe eines Abends den Wall und sprach von feindlichen Truppenbewegungen. Kommandant Stundenruf setzte die Königsblaue Garde sofort in Bewegung. Im dichten Wald der Langohren konnte sich die Garde eine vorteilhafte Position auf einem Hügel sichern. Doch die Allianz umzingelte allmählich das Infanteriebataillon. Die Überzahl dieser Hunde entsprach nicht den Spähberichten und die Königsblaue Garde musste vorübergehend ausweichen.

Kommunikationsprobleme waren nicht die einzigen Probleme im Eschental.

Mit einem schnellen Vorstoß gelang man schließlich zum Splitterholzposten. Dort weit und breit von Agram'kosh nichts zu sehen. Urmug und Koronus hingegen begrüßten die Königsblaue Garde freundlich. Sie schienen schon eine ganze Zeit zu warten. Offenbar hatte die Allianz einen Boten abgefangen und die Garde wurde deshalb zu spät informiert.

Die Allianz zog einen Belagerungsring um den Splitterholzposten. Ausfälle, die Stundenruf befahl, wurden zwar auch tapfer von den Orcs und Trollen unterstützt, doch die Allianz schien stets vorbereitet. Ein direkter Angriff erschien wirkungslos und so setzte man auf eine mehrtägige Einigelung und Plänkelei. 

Erkenntnis eines Orcs nach der Schlacht.
Agramkosh liegt schwer verletzt am Boden. Statt seiner Brüder, kam Offizier Nivelig ihm zu Hilfe.
Dankbarkeit sah danach jedoch anders aus.

Eines Abends, die Soldaten entspannten sich unerhörter Weise bereits, gelang es der Allianz über den scheinbar unpassierbaren Hügelkamm einen Weg auf die Dächer des Splitterholzpostens zu finden. Unklar, wie die Allianz so lange unbeobachtet bleiben konnte, aber es kam, wie es kam musste: Der gut geplante Angriff traf auf unvorbereitete Hordler. Taktisch fatal und vernichtend. Donneraxt Clan, Rotskalp-Stamm und Lordaerons Vierzehntes musste sich aus dem Posten zurückziehen und verlagerten zurück in die Festung. 

Es dauerte nicht lange bis man in Unterstadt von dieser Misere Wind bekam....

Ein mutiger Angriff. Wer könnte dem wohl standhalten? ...

Fräulein Frei erkundigt sich nach dem Gefreiten Blackshore. Und danach nach allen anderen, die sie bei der Garde kannte...

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